Segenswünsche 6. Januar

Wie immer hat die katholische Kirche einen angeblich heidnischen Brauch den sie nicht ausrotten konnte, einfach in ein christliches Fest umgewandelt:

Am 6. Januar wurden früher keine heilige drei Könige (die es übrigens nie gab) gefeiert, sondern die drei Bethen.

Was bedeutet das Wort Bethe?
Bethe bedeutet soviel wie Erde. Das Wort Bett leitet sich davon ab, denn ursprünglich schliefen die Menschen nicht auf Matratzen, sondern auf der (Mutter-)Erde. Und unser Wort beten ist davon abgeleitet und heißt eigentlich: „die Göttin anrufen“. Die drei Bethen heißen aber nicht so, weil die Menschen von ihnen etwas erbaten, sondern weil der Name ebendieser Gottheit beth war, nannte man ihren Dienst und ihre Anrufung beten.

Die drei Bethen hießen Wilbeth, Ambeth und Borbeth.

Ambeth ist die Personifizierung der jungfräulich-mütterlichen Erde.

Wilbeth ist eine Mondgöttin! Sie ist die Mondmutter, die Herrin des Lebens. Und so ist ihr Attribut daswheel – die Scheibe, das Rad, das einerseits die 4 Jahreszeiten darstellt, andererseits auch den ewigen Kreislauf des Lebens symbolisiert.

Borbet ist die mütterliche, leuchtende Sonne. Von oben, aus der Höhe spendet sie uns Wärme und strahlendes Licht.

Hier zu dem gesamten, sehr informativen Artikel >>>

Damit die drei Bethen das Haus, Hof, Vieh und ihre Bewohner das ganze Jahr über beschützten und segneten schrieben die Kelten an die Eingangstür:

W + A + B / 2016

Die Kirche hat aus den Zeichen der drei Bethen zunächst die drei heiligen Katharina + Margarethe + Barbara, anschließend die drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar  und inzwischen den Spruch: Christ + Mansionem + Benedicat“, „Christ schützt dieses Haus“ gemacht.

Ich schreibe an meine Eingangstür wieder das ursprüngliche Zeichen:

W + A + B / 2016 

denn unser Haus, unsere Tiere und meine Familie sollen lieber die drei Bethen beschützen die momentan umherziehen statt ein paar erfunden Könige mit ihren Kamelen aus irgendeiner Wüste.

 

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